Tarpan

Als Tarpan wird ein eurasisches Wildpferd bezeichnet. Es handelt sich dabei um zwei Unterarten des Przewalski-Pferds:

Waldtarpan

Steppentarpan

Nach neueren Untersuchungen gehören die Tarpane wahrscheinlich nicht zu den Vorfahren des Hauspferdes; da sie aber uneingeschränkt mit Hauspferden fortpflanzungsfähig waren, ist es immer wieder vorgekommen, dass Tarpane sich mit Hauspferden gepaart haben und so in manche Linien eingekreuzt sind.

Waldtarpan

Der Waldtarpan war ein ursprüngliches Wildpferd Europas. Er war offenbar vom Rhein bis in den Osten Polens verbreitet. Mit dem Vordringen der Landwirtschaft verschwanden die wilden Pferde aus Mitteleuropa. In Polen hielten sich kleine Restbestände bis ins 18. Jahrhundert. Die letzten wurden kurz vor dem Wechsel zum 19. Jahrhundert eingefangen und zunächst in Tiergärten gehalten, ehe sie 1808 an Bauern der Region verteilt wurden.

Der Steppentarpan

Steppentarpane lebten im Süden Russlands bis 1876. Sie waren grau gefärbt und hatten bis zum ersten Lebensjahr blondes Fell. Kennzeichnend waren außerdem ein schwarzer Aalstrich, eine schwarze Fesselstreifung und eine Hängemähne. Vor allem das Winterfell war besonders dicht.

Größe: 115-125cm Stockmaß, feinknochig mit kleinem Kopf und großen Augen, Farbe mausgrau, auch helles und dunkles Grau kommt vor, Aalstrich auf dem Rücken bis in die Schweifrübe verlaufend, Schulterkreuz schwarz, manchmal doppelt, auch dunkle Streifen am Hals und schwarze Ohrenspitzen, häufig auch ein schwarzer Punkt an der Backe sowie Zebrastreifung am Sprunggelenk und Unterarm.

Ausrottung

Der Steppentarpan verschwand durch zwei Ursachen: Zum einen begegnete er bei zunehmender Besiedlung seines Lebensraums durch den Menschen immer öfter Hauspferden und paarte sich mit diesen, so dass die Nachkommen keine reinen Tarpane mehr waren. Zum anderen wurde er gezielt gejagt, um eben diese wilden Paarungen mit Hauspferden zu verhindern. Nachdem die Tiere während des 19. Jahrhunderts rapide seltener wurden, wurde der letzte frei lebende Tarpan 1876 von einer Jagdgesellschaft zu Tode gehetzt. Ein Exemplar im Moskauer Zoo starb wenige Jahre darauf, womit die Art ausgestorben war.

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